Sonntags um 10:30 Uhr werden normalerweise C-Jugendliche in Punktspielen über den Platz gejagt. Anders in der Slowakei, dort fand am vergangenen Sonntag das Spiel zwischen dem FC Artmedia Petrazalka, aktueller Tabellenführer, und dem FK Trencin, aktuell Tabellenletzter der ersten slowakischen Liga, zu einer Zeit statt, in der andere Leute in die Kirche gehen.
Die Beweggründe für die frühe Ansetzung sind nicht ganz klar, die Spekulationen der fünf Mann hohen Reisegruppe reichen von Aggressionsvermeidungsstrategien bis hin zur Vermeidung von totaler Besoffenheit vor dem Spiel, als man sich über eine Brücke schleppt, die seit gut 50 Jahre haltendes Provisorium darstellt. Nackte Holzplanken, unter denen immer wieder die Donau hervorlugt, weisen uns den Weg in den Plattenbau-Vorort Petrzalka, Heimat von gut 150.000 Menschen und des in der slovakischen Hauptstadt Bratislava ungeliebten Klubs FC Artmedia Petrzalka. Der Andrang am Stadion, das inbesondere durch die abenteuerliche Konstruktion der Haupttribüne und des VIP-Bereichs glänzt, hält sich in Grenzen, auf den drei übrigen, Wellblech gesäumten Tribünen herrscht freie Platzwahl und mäßiges Gedränge. Der Eintritt kostet umgerechnet 2,50 Euro. Weiter auf 5-Freunde
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